Montag, 24. Juli 2017

Amy MacDonald - Stadtpark Hamburg

Nachdem ich die schottische Sängerin "damals" auf der Hannoveraner Expo-Plaza nur so eher beiläufig gesehen und wahrgenommen hatte stand nur ein richtiges Open Air mit Amy auf dem Plan. Angekommen aus Rostock ging es im strömendem Regen und im Matschboden in den Stadtpark. Hier hatte ich bereits Katie Melua und Norah Jones live gesehen, ein gutes Pflaster also!

Bevor es soweit war, dass Miss MacDonald auf die Bühne kam gab es ein Vorprogramm mit dem Sänger Lewis Capaldi. Die durchnässten Leute im Publikum waren dankbar für die Unterhaltung und auch ich war froh, dass der Abend pünktlich anfing. Die typische Singer-Songwriter Musik war sagen wir mal "ok", jedoch nichts was mir in Erinnerung geblieben ist.
Im Verhältnis zur riesigen Bühne ging die Umbauphase schnell und vom ersten Lied an war man drin in der unverkennbaren Musik von Amy. Neben Song aus ihrem neuen Werk "Under Stars" aus dem mir gleich "Automatic" auffiel, gab es ein Crossover aller vier Alben. Oftmals dachte ich mir "Ach, was soll denn bitte jetzt noch kommen?" und so sang Sie "Mr Rock & Roll", mein Lied des Abends "4th of july", "Poison prince", "Don´t tell me that it´s over" und vieles mehr. Sie animierte oft zum mitsingen und auch ihre Bandmitglieder brachten die die Leute zum klatschen. Musikalisch absolut routiniert, aber Amy hatte Spaß sowohl mit als auch ohne Gitarre. Was ich an der Open-Air-Bühne im Stadtpark so gar nicht mag, dass obwohl man vorne steht immer noch die Rasenfläche vor der Nase hat. Insgesamt gab es aber inklusive Voract nur knappe zwei Stunden Livemusik, hätte gerne mehr sein können! Vermisst habe ich an diesem Abend aber nichts, außer der Sonne!        

Freitag, 21. Juli 2017

Fee Badenius - Klostergarten Rostock

Nach einem kurzen Spaziergang durch die Rostocker Altstadt fand ich im Rostocker Klostergarten eine Bühne und eine kleine Publikumstribüne die sich eine halbe Stunde vor Beginn schon fast zur Gänze gefüllt hatte. Schnuckelig, idyllisch, schön in die Umgebung eingefügt und einfach passend sollte hier heute der Auftritt der Komikerin und Liedermacherin Fee Badenius stattfinden. Genau so ungezwungen und natürlich startet sie mit ihrer dreiköpfigen Band und wusste zu jedem Lied etwas zu erzählen. Während die Lieder zu Beginn viel Wortwitz hatten, kleine versteckte Andeutungen erzählte die Lehrerin aus Witten bei Dortmund immer wieder lustige Geschichten aus dem Familienleben, ihrer Arbeit mit Kindern, dem Tourleben und darüber wie der ein oder  Song entstanden ist. Auch wenn ich aus dem Fernsehen schon den ein oder anderen Text kannte und wusste welche Gags mich erwarteten, so war es dennoch echt lustig und auch ich konnte mit der gebürtigen Lübeckerin mitlachen. Highlights bis zur Pause waren für mich "Keine gute Freundin", "Schmetterling", die "Körperformen" und natürlich die "Fleischesslust". In der Pause nutzte auch ich die Chance um "Feederleicht", ihr drittes Album zu erwerben. Nun hat es seinen Platz und steht neben Nummer 2 "Feelosophie" und ihrem Debüt "Feemannsgarn". Letzteres solle ich laut Fee gut aufheben, denn es wird nicht mehr produziert und ist auch nicht mehr im Verkauf!
Nach der Unterbrechung ging es in der Dunkelhaut der zweiten Hälfte überwiegend mit gefühlvollen, ernsteren Texten weiter. Auch diese Lieder fanden ihren Platz an diesem Abend und es war auch kein völliger Umbruch. "Oberfläche" und "Leben" fand ich extrem gefühlvoll und ein mehr als deutliches Zeichen, dass Sie auch total anders als immer nur lustig kann! Sicherlich eine Seite von Fee, mit der ich mich vorher eher weniger beschäftigt hatte. Den ganzen Abend kam hervorragend rüber, wie gut sich die gesamte Band versteht und diesen Spaß merken auch die Zuschauer. Mit der Pausen kamen so weiter über zwei Stunden zustande. Dieser Abend war abschließend gesagt rundherum absolut gelungen!









Samstag, 8. Juli 2017

Breminale Zweiter Tag - Bremen Osterdeich/Osterwiesen

Nach Besuch des Weserstadions und einem Altstadtbummel im Regen blieb es am Samstag Abend zum Glück trocken und angenehm. Leider führte das natürlich zu einem großen Besucherzuspruch, aber es blieb angenehm locker und ausgelassen.

Samstag, der 08.07.2017
17:30 Uhr  Digger Barnes - Himmelwärts Zelt


Den Anfang macht der Hamburger Diggers Barnes mit einem unverkennbaren Countrysound, wozu Gitarre und Mundharmonika gekonnt passten. Die Stimme passte wie die Faust aufs  Auge zu den eher ruhigeren Songs, die sicherlich auch jedem Trucker gefallen würden. Auch ich fand die Musik angenehm, aber wenig abwechslungsreich. Seine Erzählstimme würde auch bestens zu einem Hörbuch passen.






19:00 Uhr LOTTE - Deichgraf Zelt

Wenn ich eine junge Newcomerin sehe so erwarte ich eine schüchterne oder leicht verpeilte Sängerin, die sich immer schnell in die Sicherheit ihrer Lieder flüchtet. Und genau das Gegenteil hat Lotte an diesem Abend gezeigt, denn ihr Auftreten vor einer großen Zuschauermenge war locker und souverän. Hätte ich es nicht besser gewusst würde ich sagen sie ist seit Jahren im Geschäft und macht gerade ihre fünfte Tour. Auch das Zusammenspiel mit den anderen Bandmitgliedern war während ihres deutschsprachigem Pop bemerkenswert abgeklärt. Dennoch versprühte Lotte gute Laune und begeisterte das größtenteils junge Publikum. Wie das Ganze aussah? Schaut selbst mein mittlerweile erfolgreichstes Video an: LOTTE - Auf dich. 
Den Abschluss machte sie mit dem schönen, gefühlvollen "Auf beiden Beinen".


21:30 Kadebostany - Deichgraf Zelt

Da die Instrumente der Band nicht alle pünktlich am Bremer Flughafen angekommen sind begann der Auftritt des Schweizer Projektes eine halbe Stunde später. So entschloss ich mich zu einem kleinen Bummel übers Festivalgelände und fand mich im Strom der Massen wieder. Kabebostany habe ich vor Jahren in Frankfurt schon beim Women of the world gesehen. Damals noch mit anderer Frontfrau und im Vergleich zur heutigen Darbietung, hat es mir vor Jahren musikalisch besser gefallen und bei diesem Auftritt mit der blonden Modelsängerin diesmal optisch besser. Die Show und das Programm war erwartet genial! Diese Mischung auch elektronischer Musik, Bass und Drums sowie Gitarre und ganz besonders die Blasinstrumente schaffen einen ganz eigenen Sound! Während mich das ganze von Beginn an packt, merkt man auch wie das Publikum die Musik und Stimmung aufnimmt.  Der Song "Castle in the snow" hat mal wieder für Entenpelle bei mir gesorgt, auch wenn der Gesang nicht so stark wie beim Original rüberkam, sondern etwas ruhiger. Also hier ein kleiner Einblick in diesen Auftritt habe ich auch ein Video für euch: Kadebostany live bei der Breminale 2017!




Zum Abschluss konnte ich noch ein paar Songs von Fil Bo Riva lauschen dessen Auftritt im vollen Gange war und ans Reinkommen in das Zelt war nicht mehr zu denken. So konnte ich den Songs nur zuhören ohne Musiker zu sehen. Für das letzte Stunde aber eine chilliger Abschluss von Tag und Festival.




Freitag, 7. Juli 2017

Breminale Erster Tag - Bremen Osterdeich/Osterwiesen

Die Breminale findet schon seit Jahren am Ufer der Weser, dem Osterdeich und einer Parkfläche mehr in Richtung Innenstadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen statt. Zwei dieser Abende, nämlich Freitag und Samstag (07. und 08. Juli) habe ich das kostenlose Festival mitgenommen. Dies war bereits die 30. Auflage! Mitten zwischen den Zelten gab es eine Ess- und Trinkmeile mit vielen Bio-Ständen, wo ich auch das beste Eis meines Lebens gegessen habe...und das gleich zweimal! Bis zum Auftakt des Musikprogramms gegen 17:30 Uhr wurde viel für Familien und Kindern geboten und auf der Bühne "3 Meter Holz" wurde eh den ganzen Tag gefreestylt und gerappt. Die Atmosphäre war ausgelassen und friedlich, aber je später es wurde, desto voller wurde das Gelände.

Freitag, der 07.07.2017
18:30 Uhr  NIO - Himmelwärts Zelt


Die dreiköpfige Band war meine erste musikalische Station. Jedoch eher um das erste Mal in eines der Zelte und Showbühnen zu schnuppern. Durch eine Sturmwarnung hat sich gleich zu Beginn die gesamte Timeline verschoben. Die Musik war sagen wir mal "ok", aber ich bin nach drei Liedern auch wieder gewechselt.




19:15 Uhr  Paloma & The Matches - Wohnzimmer Zelt

Diese Location gefiel mir sofort, denn großräumig waren alte Teppiche ausgelegt und das eher kleine Zelt war zu 3/4 offen und von Sitzmöglichkeiten sowie Bistrotischen umrahmt. Hier begann die junge, ganz in weiß gekleidete Band um Sängerin Bianca alias Paloma mit 15 Minuten Verspätung. Die Bremer Band kam auf der knappen Bühne gerade so unter und ihr Folk-Pop gefiel mir besser und auch die Ausstrahlung und Freude dort spielen zu dürfen war spürbar. Und es war der allererste Auftritt dieser Band überhaupt!



20:40 Uhr  Panivalkova - Himmelwärts Zelt

Nun sollte ich die Katzenjammer-Band aus der Ukraine erleben, denn die drei Mädels von Panivalkova brachten eine Mischung aus Tradition und Moderne auf die Bühne. Ein Mix diverser Instrumente, blauen Kleidern mit bunten Turbanen und Liedern auf Englisch und Russisch. So war unter anderem "I wanna hold your Hand" als Cover von den Beatles dabei. Mal schnelle Stücke, begleitet von der ewig grinsenden Drummerin und mal Balladen mit Keyboardunterstützung. "Don´t worry" wirkt leicht wie gerappter Sprechgesang mit Traditioneller Musik gemischt und der Song "Let me" der rhythmisch und eher entgegengehaucht wird. Bei den Liedern in Ukrainischer oder Russischer Sprache verstand ich kein Wort, doch die zahlreichen Osteuropäer, die die Band regelrecht nach folge peitschten rissen das übrige Publikum immer mit. Ein Act, den man so nicht alle Tage zu sehen und zu hören bekommt! Hinterher hat sich das Trio viel Zeit genommen. Neben einem von allen dreien signiertem Album, haben sie mich gefragt, ob ich auch ein Foto wolle! Meine Kamera in der Hand war wohl nicht zu übersehen. Als kleiner Rückblick dient mir dieses Video Panivalkova live @ Breminale.




22:00 Uhr  Chefboss - Tanzboden

Ziemlich mittig auf dem Gelände war die Tanzbodenbühe  als weißes Zelt nicht zu übersehen und um diese Zeit erst recht nicht zu überhören. Die Mädels von Chefboss ließen mit Rapp, HipHop und entsprechendem Tanz die Menge toben und tanzen. Die Show samt der Tänzerinnen konnte sich sehen lassen, vom Muiskalischen her  war es nicht mein Ding. Von oben auf dem Deich aus das Ganze zu beobachten verfehlte seine Wirkung aber nicht!









Zu guter Letzt hier noch ein paar gesammelte Eindrücke des Tages:




Freitag, 30. Juni 2017

Eva Croissant - Wohnzimmerkonzert Langenhagen Kaltenweide

Bekannt aus Funk und Fernsehen, oder besser gesagt aus "The Voice". Denn dort hat Eva damals von sich Reden gemacht. Für Hannover hatte ich mich für eines ihrer Geheimkonzerte angemeldet und dieses fand letztendlich in Langenhagen statt, somit nur ein Katzensprung für mich.

Neben den freundlichen Gastgebern und den beiden Musikern war ich tatsächlich 20 Minuten vor Beginn der erste Besucher von außerhalb. Neben Eva Croissant begrüßte mich auch Rebea Bollmann am Cello, die ich bereits von Linda Rum und Leaves & trees kannte. Ebenfalls eine sympathische junge Künstlerin, die eine bemerkenswerte Ausstrahlung besitzt.  Durch die frühe Ankunft konnte ich einen Stuhl mit weniger als 2 Metern Luftlinie zu den beiden ergattern und nach und nach füllt sich die Räumlichkeit. Klar, ich hatte vor solch einem intimen Konzert Zweifel, aber es lief von Beginn an alles harmonisch und freundlich ab. Die Lieder waren echt greifbar, weil Alle mucksmäuschenstill lauschten, lachten oder auch mal Fragen an  die beiden Damen stellten. Nach dem kommenden Album, nach Rabeas Wirken und oft brauchte es keine Nachfrage, denn meistens erzählte Eva zu jedem Lied etwas. Neben den bekannten Liedern ihres Albums "Du bist nicht irgendwer" spielte sie sowohl neue Songs, als auch kleine Eindrücke von Werken, an denen sie zur Zeit arbeitet. Einmal übernahm Eva sogar selbst das Cello, wozu Rabea meinte "Ich lasse nicht jeden an meine Bella!".

Eva gab viele Einblicke ins tägliche Musikerleben, der Liebe, ihren Reisen nach Australien, den Tourtagen mit dem Camper sowie Erlebnisse mit anderen Musikern wie Mark Forster, Lina Maly und Max Giesinger. In einer kurzen Pause nahmen sich beide Zeit CDs zu verkaufen und hatten auch dann noch ein offenes Ohr. Neben ihrem bekanntesten Lied "Dein Herz trägt Felsen" sang sie auch meinen Lieblingssong von ihr: "Im Minutentakt". Mit diesem Text konnte ich mich damals schnell identifizieren und ist er ist zugleich kämpferisch! Welche der neuen Songs es auf das für 2018 angekündigte Album schaffen werden wollte und konnte Eva noch nicht sagen, aber ich hoffe ganz viele Lieder von den gehörten.

Der Abend war rundherum Harmonie pur und absolut gelungen! Einziger Kritikpunkt war, dass ihre Stimme manchmal etwas zu leise war, aber an ein Konzert völlig ohne Technik musste ich mich erstmal gewöhnen.















Mittwoch, 21. Juni 2017

Fete de la musique 2017 - Innenstadt Hannover

Wie bereits im letzten Jahr stand dieses eintrittsfreie Musikfestival auf dem Plan. Neben über 300 weiteren Städten alleine in Europa ist auch Hannover mit vielen Bühnen dabei.

15:00 Uhr Greta - Knochenhauer Stage

Der erste Auftritt und schon hat es sich gelohnt, denn Greta war meine Entdeckung des Tages! Ein frisches, unkompliziertes Auftreten der jungen Hildesheimerin, die neben Keyboard auch Gitarre und Ukulele spielte. Bei ihren Liedern war sie selbstsicher, bei ihren Ansagen noch sehr verpeilt und unvorbereitet, aber ihre Musik war erfrischend -ach seht und hört selbst:
Greta mit dem Title "Grace". 
Etwas gestört hat mich die Lage der Bühne, denn in der Kochenhauer Straße war reger Durchgangsverkehr.

16:00 Uhr Josi - Steintor

Eigentlich war meine Absicht ja eine andere Künstlerin zu sehen, aber die Bühne an der Marktkirche hatte massive Zeit- und Technikprobleme. Also auf zu einer "alten" Bekannten. Josi wirkte im Vergleich zum Vorjahr sichtbar lockerer und routinierter und ihr Deutschpop wusste auch diesmal zu überzeugen. Neben den bekannten Songs gab sie auch unveröffentlichte Lieder zum besten. Am besten stehen ihr aber noch immer die etwas bedrückenden Stücke wie etwa "Neben dir" von Josi.




16:45 Uhr ZIA - Kröpke Uhr


Ich dachte zunächst, es würde sich um die große Bühne am Kröpke handeln, nein - Zia spielte direkt IN der Kröpke Uhr. Die Singer-Songwriterin aus Hannover spielte mit Blumenkranz im Haar, hatte nur 10 Minuten und wir durfte drei Songs hören. Leider nur drei, denn der erste knappe Eindruck war positiv!




17:00 Uhr Lucatina - Knochenhauer Stage

Im Gegensatz zum niedlichen Äußeren war ihre Musik nichts was uns in der Altstadt lange an der
Bühne hielt. Stattdessen gab es Pils im Alt Hannovera ;-)







Frisch behopft ging es weiter...



18;00 Uhr Elena - Aegidienkirche

Eigentlich einer der schönsten Bühnen, denn das alte Gebäude liegt etwas Abseits und man hat keinen Durchgangsverkehr. Was mich hier erwartete war überhaupt nicht klar, denn außer dem Namen "Elena" wusste ich nichts! Weder ob es ein Bandname noch ob es eine Sängerin war. Und tatsächlich war es eine Überraschung, denn Elena sang portugiesisch, mal was ganz neues für mich. Überwiegend waren es Balladen und bis auf einen Song ohne weitere Begleitung. Hat mir gefallen, auch wenn der kurze Auftritt ohne Highlights blieb.
Aber Danke für das schöne Lächeln bei Fotografieren!



19:00 Uhr LENNA- Steintor

Nach einer kurzen Stärkung durch "leckere" (Achtung Ironie) Pommes vom großen M ging es zur Steintorbühne. Dort spielte die Bremer Band LENNA deutschsprachigen Pop-Rock. Mit einer quirrligen Frontfrau kamen ihre Songs ganz gut rüber, aber hier merkte man gleich, dass das Publikum wieder nicht so aufmerksam war und sagen wir es so: Schwierig zu begeistern. Dennoch gab es sogar noch eine Zugabe. Charakteristisch für ihre Musik ist sicher "In diesem Moment".





20:00 Uhr Yael Deckelbaum und 21:00 Uhr Louisa Jones

Die Geschichte dieser beiden Auftritt ist schnell erzählt: Bei der Israelischen Sängerin Yael Deckelbaum war es an der Marktkirche viel zu voll und bei Louisa am Cafe Kränzchen war auch nicht gerade wenig los, aber die Tonqualität lies doch arg zu wünschen übrig!

22:00 Uhr Phela - Schrottdenkmal am Hohen Ufer

Nach technischen Problemen ging es mit 20 Minuten Verspätung dem Höhepunkt entgegen. Phela war mal wieder ganz bezaubernd. Man konnte fast greifbar spüren, wie von Lied zu Lied sich immer mehr Leute auf ihre tiefgehende Musik einließen. Sie sang und spielte die Geige so harmonisch zu Songs ihres aktuellen Album. Von der neuen, kommenden LP wurde diesmal nichts vorgestellt. Dennoch ein sehr gelungener Abschluss und auch ein Song mit Erinnerungswert war dabei:  "Zurück nach damals" von Phela.






Montag, 19. Juni 2017

Kate Vargas - Kulturpalast Linden Hannover

Dieser musikalische Abend war ein Entschluss von einen Tag auf den anderen und da ich am Wochenende zuvor nichts unternommen hatte, bot es sich an.
Das schöne am Kulturpalast ist ja, dass man von Beginn an mit den Musikern in einem Raum ist und diesmal ging es zeitlich auch so los wie angekündigt. Eine Vorband gab es an diesem Abend nicht.




Der komplette Title des Acts müsste eigentlich lauten "Kate Vargas &  The Reckless Daughters". Kate´s Schwester an der Trommel und eine weitere Backgroundsängerin. Das Hauptaugen und Ohrenmerk lang aber eindeutig auf der Stimme von  Kate, die ich von Beginn an interessant oder besser gesagt besonders fand: Unerwartet, rau und tief. Ein starker Einfluss von Western, aber auf eine sehr moderne Art. Mit einer kleinen, eher überflüssigen Pause kamen einige Nummern des New Yorker Trios zusammen. Ein kleiner Eindruck verschafft vielleicht das folgende Video: Kate Vargas live in Hannover. Ihre Stimme und die Gitarre spielten sich in den Vordergrund und die Country- und Folklieder versetzen einen schnell in den Süd-Westen der USA. Gefehlt haben mir aber die nur spärlich gesäten Ansagen zu den jeweiligen Liedern.
Das bei dem Sommerwetter der Haupteingang weit offen blieb führte im Laufe des Auftritts immer wieder zu spontanen Besuchern. Ihre Stimme hat mich voll und ganz überzeugt, die Begleitung der Reckless Daughters war hingegen eher entbehrlich. Blöd war natürlich, dass sie während der Tour bereits sämtliche CDs ihres Albums ausverkauft hatte, schade eigentlich bei einer solch außergewöhnlichen Stimme!